Traveldiary – Oh du wunderschönes Mauritius

Kurz vor Beginn des leider wohl sehr regnerischen Wochenendes möchte ich euch noch mal ein klein bisschen Fernweh und Sommer zurück auf eure Bildschirme holen. Dazu gibt es heute meinen Reisebericht aus Mauritius. Und wenn ich ehrlich bin, passt es zeitlich gerade sehr gut, den Beitrag erst jetzt zu veröffentlichen. Denn, der nächste Urlaub ist zumindest in Teilen gebucht und in stecke mitten in der weiteren Planung. Mehr dazu am Ende des Beitrags

Als Kind war ich schon zwei Mal auf Mauritius, konnte mich aber leider nicht mehr an viel erinnern. Nachdem wir nach einem knapp 2,5 Stündigen Flug von den Seychellen auf Mauritius landeten, empfing uns die Insel zunächst mit Regen allerdings auch wieder mit Zivilisation. Allein der Flughafen ist super groß und sehr modern, was wir von den Seychellen eindeutig nicht gewohnt waren

 
Nachdem wir unseren Mietwagen übernommen hatten machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft in den Südwesten. Auf dem Weg merkte man die Zwiegespaltenheit der Insel, große Mallkomplexe wie aus den USA bekannt wechseln sich mit typisch afrikanischen und teilweise auch ärmlichen Straßenzügen ab. Gefühlt gleicht kein Ort dem anderen und an jeder Ecke gibt es etwas neues zu entdecken.

Wir freuten uns zunächst allerdings über einen Einkauf in einem riesigen Supermarkt zu günstigen Preisen und einem tollen Coffeeshop mit grandiosem Cappuccino

In den 10 Tagen vor Ort haben wir versucht möglichst viel zu erleben, aufgrund dessen habe ich den Bericht in mehrere Teile, bzw. Inselabschnitte unterteilt, damit ihr einen besseren Überblick bekommt. 

Die Westküste & der Süden

Hier haben wir die meiste Zeit verbracht, was wohl auch daran lag, dass unsere Unterkunft in dieser Region lag. Welche allerdings auch als die weitaus sonnigere und regenärmere Küste im Vergleich zur Ostküste gilt :) 

Tamarin

Eine kleine Stadt an der Westküste von Mauritius, eingerahmt zwischen dem bekannten Badeort Flic en Flac und dem Berg Le Morne. Hier war unser Zuhause auf Zeit für die nächsten 10 Tage. Lustigerweise waren wir nur einmal am Abend in einem Restaurant, welches wirklich zu Tamarin zählt, ansonsten haben wir uns eher in Black River aufgehalten, welches südlich an Tamarin grenzt, da hier auch unser Loft lag.
 
Es gibt eine kleinen „Shoppingmall“ in  Black River, die fünf Minuten fußläufig von uns entfernt war. Hier entdeckten wir z. B. einen tollen Pop-Up Store, der nur für zwei Wochen dort geöffnet hatte und dann wieder seinen Standort wechselt. Ebenfalls befinden sich einige weitere hübsche Läden dort, allerdings ist das Preisniveau sehr hoch..
 
Unsere liebste Location war das „The Bay Hotel„, welches direkt am Strand liegt und von wo man einen unglaublich tollen Blick auf den Sonnenuntergang hat. Wir waren insgesamt drei Mal hier, einmal zum frühstücken, zum Sundowner und an unserem letzten Abend genossen wir ein unglaublich leckeres Abendsessen mit Blick aufs Meer. Ebenfalls empfehlenswert ist das Restaurant Frenchie Café in Black River. Am Wochenende spielt hier ein DJ und das Essen kann sich sehen lassen, vor allem das leckere Schokoladensoufflé

Unser Loft

Ich bin immer noch von unserem Traumfund auf Airbnb begeistert. Unser Loft lag etwas oberhalb von Tamarin mit einem fantastischen Blick auf die Küste und Le Morne. Offen, modern und mit einem Rooftoppool, von welchem man einen unglaublichen Sonnenuntergang erleben konnte. Was will man mehr. Und das alles für einen Wahnsinnspreis. Das Loft von Eliza&Sebastian kann ich euch wirklich empfehlen (das ist keine Werbung )

Schwimmen mit den Delfinen – Tamarin Bay

Tamarin ist auch als Bucht der Delfine bekannt. Viele schwärmten von den tollen Erlebnissen, andere berichteten davon, dass es sich schon fast um Tierquälerei handelt, wenn die Boote früh morgens raus aufs Meer fahren um ihren Gästen die freilebenden Delfingruppen zu zeigen. So waren auch wir zunächst nicht wirklich von der Idee angetan und cancelten unseren zunächst gebuchten Trip mit einem Anbieter in Tamarin. 
Zu Beginn unserer Zeit auf Mauritius lernten wir allerdings eine Gruppe von Franzosen kennen, die mittlerweile schon seit über 10 Jahren auf der Insel und auch seitdem in Tamarin leben und uns auf jeden Fall zu einem Ausflug rieten. Allerdings nicht mit einem der Veranstalter sondern mit einem Freund.  Um 7 Uhr ging es los in Richtung offenes Meer. Nach nur 15 Minuten sahen wir die erste Gruppe von Delfinen vom Boot aus. Allerdings waren diese sehr flink unterwegs, so dass wir sie nur ein paar mal vom Boot aus sahen und sie im Wasser nur hörten. Wir fuhren noch zu einem anderen Bereich, wo sich zu dieser Zeit Delfine aufhalten sollten und dieses Mal klappte es auch, dass wir sie unter Wasser sahen. Dieses Erlebnis war einfach unglaublich. Ich kann immer noch nicht richtig fassen, dass wir wirklich Delfine so nah in freier Wildbahn gesehen haben. Sie schwammen neben uns, unter uns und man konnte sie überall unter Wasser hören. Ein wirklich tolles Erlebnis und soweit ich das als Laie beurteilen kann, hat keines der Boote, die an dem Morgen mit uns draußen im offenen Meer war, die Delfine gejagt oder sie in ihrer Freiheit eingeschränkt. 

Strände

La Preuneuse

„Unser“ Strandabschnitt „La Preuneuse“ lag nur gute 5-10 Minuten Fußweg vom Loft entfernt und gerade der Blick auf den Berg Le Morne ist grandios. Hier gibt es keine Shops oder Stände, so dass man seine Ruhe hat und einfach mal nur abschalten kann. Das Wasser ist kristallklar und man kann recht weit raus schwimmen. Allerdings kann man den Strand nicht mit denen von den Seychellen vergleichen So paradiesisch ist es hier leider nicht, was nicht bedeuten soll, dass die Strände nicht auch sehr schön sind. 

Flic en Flac

Flic en Flac ist eines der größeren Touristengebiete auf Mauritius. Hier befinden sich einige Resorts der großen und bekannten Hotelketten und auch am Abend ist noch etwas los. Die Hotels bieten ihren Gästen abgeschirmte Hotelstrände, allerdings ist der öffentliche Strand von Flic en Flac sehr breit, gepflegt und großzügig, so dass man hier auch gut und gerne als nicht Hotelgast einen schönen Strandtag verbringen kann. Im Gegensatz zu unserem Strand ist hier auch richtig was los, es gibt einige tolle Streetfoodwagen, die teilweise auch noch nach Sonnenuntergang geöffnet haben.

Le Morne

Ohne unsere französischen „Guides“ hätten wir Le Morne wohl nur weiter von unserer Terasse aus beobachten können, denn den Berg darf man nur als Einheimischer oder mit einem gebuchten Guide besteigen. Einige Tage nach unserer Ankunft fragten uns die Jungs, ob wir am Nachmittag mit ihnen auf den Berg steigen wollten. Da konnten wir natürlich nicht nein sagen und obwohl es wirklich ein krasser Aufstieg, mit einigen waghalsigen Kletteraktionen war, war es ein absolutes Erlebnis  und ich würde noch dazu sagen, eines der besten ersten Dates, die ich jemals hatte ;)  Die Aussicht von dort ist einfach unglaublich und auch wenn es etwas zugezogen war, hat sich dieser Ausflug mehr als gelohnt… 

Black River Groges NP + Charmarel

Für unseren ganztägigen Ausflug in den Black River Groges NP hatten wir netterweise wieder einen Guide. Jemand ortsansässigen dabei zu haben, hat wirklich einige Vorteile und man erfährt nebenher noch ein paar wissenswerte Dinge, die man so nicht gesehen hätte.  Der Tag startete mit dem Besuch der Wasserfälle und der bunten Erde in Charmarel, anschließend besuchten wir den Nationalpark inkl. wilder Affen, einen großen Hindutempel und schlussendlich folgte noch ein Roadtrip entlang der Südküste Mauritius. 

Der Norden

Port Louis

Direkt am ersten Tag ging es für uns in die Hauptstadt Port Louis. Knapp 40 km entfernt, allerdings mit anderthalb Stunden Fahrtzeit kamen wir in der Hauptstadt und dem absoluten Verkehrschaos an. Wir parkten unser Auto an der La Chaudan Waterfront, einem sehr modernen neuen Komplex am Hafen und eigentlich auch dem einzigen modernen Teil der Stadt. Hier starten wir unseren Spaziergang durch die Stadt, der anschließend durch den Markt und weitere alte Gassen führte. Ich persönlich mag das Gewusel auf solchen Märkten, allerdings sollte man wirklich auf sein Hab und Gut achten und damit rechnen, dass man als Europäer an jeder Ecke mindestens drei Mal angequatscht wird. Eigentlich  wollten wir gerne noch das Natural History Museum besuchen, allerdings ist dieses aufgrund von Renovierungsarbeiten vorübergehend geschlossen…
So genossen wir noch ein leckeres Stück Kuchen und einen tollen Kaffee im LUX am Hafen. Persönlich hat mich die Stadt nicht umgehauen und bei einem kurzen Besuch auf der Insel würde ich es nicht unbedingt empfehlen. Wer aber wie wir länger als eine Woche vor Ort, sollte sich die Hauptstadt mal anschauen fahren. Wenn ihr aber wie wir zurück in den Süden müsst, rechnet gerade auf dem Rückweg mit sehr viel Stau. 

Grand Baie

Wenn ihr Abends ausgehen wollt und grundsätzlich lieber Trubel anstatt Ruhe um euch herum wollt, dann ist Grand Baie euer Ort für Mauritius. Wir waren leider nur für den Sundowner und ein unglaublich leckeres Abendessen hier. Aber schon bei der Fahrt in den Ort merkt man, dass hier einiges los ist. Diverse Bars, Cafés und Unmengen von Touristen Für uns war es leider nur ein kurzer Stopp nach einem Tagesausflug an die Ostküste, allerdings hat es uns dort sehr gut gefallen und viele berichten immer davon, dass auf Mauritius nicht los sei und man dort gerade am Abend nichts machen könnte. Here is the place to be ;)  Für ein super leckeres und landestypisches Essen kann ich euch La Rougaille Creole empfehlen, welches wir über Tripadvisor gefunden hatten…

Der Osten

Ile aux Cerfs

Ein bisschen Traumstrandfeeling wollte wir uns dann doch nicht entgehen lassen und dafür soll sich die Ile aux Cerfs im Osten der Insel wohl am besten eignen. Da wir mit dem ersten Boot um 9 Uhr auf die Insel übersetzen wollten, hieß es für uns früh aufstehen und zwei Stunden Autofahrt einmal quer über die Insel hinter uns zu bringen. Die Boote fahren wohl von mehreren Punkten hinüber zur Insel. Wir haben ein wenig recherchiert und sind schlussendlich vom Anleger der sich beim Hotel Shangri-La Le Touessrok Resort befindet. (Wenn ihr von der Hauptstraße zum Hotel abbiegt, der Straße weiter folgen und kurz vor dem Tor zum Hotel geht rechts eine Straße ab. Dieser folgen nach ein paar Metern kommt ein Parkplatz, wo ihr euer Auto stehen lassen könnt (dieser ist überwacht) und beim Wächter eure Tickets für die Überfahrt bekommt) Der Preis war sehr fair (450 RP. für Hin- und Rückfahrt inkl. Liegen auf Ile aux Cerfs) Wir erreichten die Insel quasi als erste Touristen, aber ab 10:30/11 Uhr wurde es wirklich sehr voll und ich möchte mir nicht vorstellen wie es im Sommer (November-Februar) dort ausschaut. Allerdings findet man immer noch einsame Plätze am Strand wenn man sich von dem Bereich mit den Liegen entfernt und am Strand etwas in Richtung Norden läuft. 
Als wir ankamen wurde uns eine Schnorcheltour mit einem privaten Speedboot angeboten, welche wir auch gemacht haben. (Ihr könnt hier ruhig handeln, wir konnten noch 15€ Nachlass raushandeln, also 5€ pro Person ) Es waren sehr coole zwei Stunden, in denen wir einen Wasserfall besuchten, eine  Strecke wie dem Amazonas hinter uns ließen und abseits der großen Katermarane am äußeren Riff schnorchelten. Zurück auf der Insel genossen wir noch ein wenig Sonne und dann ging es um halb drei auch mit dem Boot zurück zum Festland und zum Auto, denn wir wollten noch die komplette Küste hinauf in den Norden bis nach Grand Baie fahren. 

Tipps & Tricks

Was zu tun bei Regen?
Ehrlich gesagt, nicht viel ;) Der Donnerstag begrüßte uns mit Regenschauern und Windböen. Leider ist der Winter auf Mauritius sehr unbeständig und gerade im August muss es wohl in diesem Jahr besonders schlimm gewesen sein… Da sich das Wetter bis zum Mittag hin nicht besserte fuhren wir in die Landesmittel nach Moka zur Shoopingmall Bagatelle. Hierfür würde ich keine Empfehlung aussprechen, da alle Sachen mindestens 30-50% teurer sind als in Deutschland. Für uns war es nur eine nette Ablenkung bei dem schlechten Wetter… Ansonsten einfach in ein nettes Café setzen und einen Kaffee genießen Oder einen der atemberaubend schönen Regenbogen bestaunen. Ich glaube ich habe noch nie so viele und vor allem so schöne Regenbögen wie auf Mauritius gesehen
Autofahren auf Mauritius?
Gefahren wird auf der linken Seite und man braucht teilweise sehr starke Nerven. Es gibt große Schlaglöcher, die vorher nicht erkennbar sind, ebenso gibt es gefühlt alle paar Meter eine Bremsschwelle, die auch teilweise vorher nicht erkennbar sind Es gibt eine „Autobahn“ allerdings wird man hier alle 500-1000 meter von einem Kreisel überrascht… Andere Länder andere Sitten, oder wie war das nochmal? Und ihr müsst für alle angegebenen Strecken viel mehr Zeit einplanen. 50 km auf Mauritius lassen sich meist nicht unter anderthalb Stunden meistern. Die Angaben bei Googlemaps stimmen leider gar nicht. Dennoch würde ich jedem raten ein Auto zu mieten, denn sonst verpasst ihr einfach zu viel von der schönen und vor allem so vielfältigen Insel. 

Sicherheit?
Ich habe mich zu keiner Zeit unwohl oder unsicher gefühlt. Allerdings sollte man als europäische Frau nicht nachts oder am Abend, wenn es dunkel ist alleine durch die Gegend spazieren. Zumindest nicht in Wohngegenden. In Grand Baie und Flic en Flac schaut das natürlich anders aus. 

Preisniveau?
Im Gegensatz zu den Seychellen kam uns alles recht günstig vor, was aber auch daran lag, dass das Preisniveau auf den Seychellen sehr hoch war. Die Preise in den Supermärkten sind unter deutschem Niveau. Die Preise in guten Restaurants entsprechen ungefähr unserem Standard, es geht aber natürlich auch viel günstiger. Ausflüge sind preislich in Ordnung. 

 
Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick über die Vielfältigkeit der Insel geben. Auch wenn wir sicherlich nicht alles sehen konnten, so haben wir gefühlt einmal die ganze Insel umfahren

Auch  wenn ich in den ersten beiden Tagen noch nicht zu 100% von Mauritius begeistert war und La Digue ein wenig hinterher geweint habe, nach den 10 Tagen muss ich sagen, ich bin mehr als zu 100% überzeugt und möchte auf jeden Fall wiederkommen, denn es gibt noch einiges zu entdecken auf dieser vielfältigen Insel Und damit werde ich dann im November weitermachen, bei meinem zweiten Besuch in diesem Jahr auf der afrikanischen Insel… Damit ist das Geheimnis meines neuen Urlaubs auch gelüftet. Aber es wird für mich nicht nur nach Mauritius gehen, vorher werde ich noch fünf Tage auf der Nachbarinsel La Reunion verbringen. Und darauf freue ich mich ehrlich gesagt auch sehr. Gerade recherchiere ich fleißig, denn die Zeit auf La Reunion werde ich alleine verbringen und auch wenn ich mich nur mit mir selbst abstimmen muss, es gibt sooooo viel zu sehen und leider nur wenig Zeit… 

War einer von euch schon auf La Reunion und kann mir einige Empfehlungen aussprechen? Gerade überlege ich ob ich eine Canyoningtour buchen soll. Es klingt so toll und abenteuerlich, allerdings bin ich ja auch ein kleiner Angsthase Aber dafür sollte so ein Urlaub alleine ja auch da sein, seine Komfortzone verlassen und Neues erleben. Ich denke ich werde die Tour buchen

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und hoffe euch hat mein zweiter Reisebericht genauso gut gefallen, wie meine Eindrücke von den Seychellen. Welche der beiden Destinationen hat euch mehr angesprochen und wohin würdet ihr am liebsten als nächstes Ziel?

Have Fun & Be Happy

Eure

Kathi

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